Arbeitsplätze durch Wohnungsbau?

Es ist paradox:  Da kommuniziert der Präsident der Regionalplanung Winterthur und Umgebung (RWU), dass rund 40’000 Arbeitsplätze fehlen. Er spricht sich gegen Mischnutzungen aus, weil am Ende die Wohnungen das Gewerbe verdrängen, da die Renditen bei Wohnobjekten viel höher sind. Und auch der Kantonsplaner warnt davor, Arbeitsplatzgebiete umzunutzen.

Zur selben Zeit frohlockt in Winterthur der Stadtrat, dass es bezüglich Planungszone Neuhegi-Grüze vorwärtsgeht. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die „bipolare Stadt“, sprich ein zweites Zentrum in Winterthur, umgesetzt wird und dass aus der Industriezone um den Bahnhof Hegi neu eine Mischzone mit einem hohen Wohnanteil entsteht. Es wird nochmals Platz für zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner geschaffen, so dass Winterthur weiterhin schnell weiterwachsen wird. Entgegen der Wahlversprechen wird das Bevölkerungswachstum nicht gedrosselt. Hoffentlich bleibt dabei zumindest das Wachstum der Arbeitsplätze nicht nur Wunschdenken!