Am 22. November 2015 stimmen wir über den Kredit zur Limmattalbahn ab. Diese ist die logische Antwort auf das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum und schafft die nötigen Transportkapazitäten in der Region. Sie entlastet die überfüllten Strassen und bringt ihre Passagiere sicher, pünktlich und bequem an ihr Ziel. Damit wird der Wirtschaftsstandort Limmattal und Kanton Zürich gestärkt. Denn durch die bessere Erreichbarkeit von Unternehmen, Dienstleistungsbetrieben und Verkaufsstellen werden Arbeitsplätze gesichert und Neue geschaffen. Dass dies keine leere Versprechen sind, hat bereits der Bau der Glatttalbahn eindrücklich aufgezeigt.
Weshalb also nicht die gleiche Logik auf Winterthur anwenden? Auch die Stadt Winterthur verzeichnet ein starkes Wachstum (der Stadtrat rechnet mit 120’000 Einwohnern im Jahr 2030) und auch Winterthur kämpft bereits jetzt mit überfüllten Strassen. Staus sind nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer und unökologisch.
Das kommende Mobilitätswachstum muss über den öffentlichen Verkehr aufgefangen werden. Deshalb plant Stadtbus Taktverdichtungen, Doppelgelenkbusse, Bus-Priorisierung und Bus-Hochleistungskorridore. Mit diesen Massnahmen gibt es voraussichtlich genügend Kapazitätsreserven bis ca. 2030. Aber dann ist die Grenze erreicht und es braucht einen „grossen Wurf“.
Entsprechend postuliert der Stadtrat in der Angebotsstrategie 2020/2030 für Stadtbus richtigerweise, dass die Option Tram langfristig offenzuhalten sei und nimmt damit eine Forderung der Grünliberalen auf.
Mit einem Winti-Tram wird die Standortattraktivität unserer Stadt verbessert und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung geschaffen. Nur mit einem attraktiven öffentlichen Verkehrsangebot bleibt das Winterthur der Zukunft als Wohn- und Wirtschaftsstandort interessant.

Winterthurer Stadtanzeiger, «O-Ton» vom 10. November 2015