Neue Wege wagen

Die Kehrtwende des Nationalrats, dass wissenschaftliche Studien zur regulierten Abgabe von Cannabis nun doch ermöglicht werden sollen, ist erfreulich. Damit wird die Grundlage geschaffen für eine Deblockade der aktuellen Drogenpolitik.

Cannabis ist eine gesellschaftliche Realität. Fast jeder Dritte hat mindestens einmal im Leben gekifft. Die Kriminalisierung ist deshalb stossend und führt zu ungewollten Nebenwirkungen, insbesondere zu Schwarzmarkt und zu Gesundheitsschäden durch unreinen Stoff mit sehr hohem THC-Gehalt. Die bisherige repressive Drogenpolitik hat die Probleme, die sich im Umgang mit Cannabis ergeben, nicht gelöst, im Gegenteil. Entsprechend ist es höchste Zeit, dass wir neue Wege suchen und dass wir unsere Ressourcen in Prävention, Suchthilfe und Jugendschutz investieren.

Ich hoffe, dass mit dem Entscheid im Bundeshaus eine entspannte, lösungsorientierte und innovative Drogenpolitik ermöglicht wird.

Der Leserbrief wurde am 20.09.18 eingereicht und im Landboten veröffentlicht.