Der Artikel wirft die Frage auf, ob aus frauenpolitischen Überlegungen ein SP-Mann in den Winterthurer Stadtrat gewählt werden sollte, obwohl damit nur noch zwei Frauen in der Regierung vertreten wären. Die Aussage von Marianne Ott, dass die Wahl des Mannes für die Frauenförderung die bessere Wahl sei, ist jedoch schlicht falsch.

Die GLP-Kandidatin Annetta Steiner hat sich in ihren neun Jahren als Gemeinderätin stets für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie engagiert. Die grünliberale Fraktion war diesbezüglich die treibende Kraft, sei dies beim Systemwechsel zu Betreuungsgutscheinen für Kitas oder bei der Einführung der Morgenbetreuung für Schulkinder.

Der männliche Kandidat verspricht, sich im Falle seiner Wahl für eine Frauenquote in der Stadtverwaltung einzusetzen. Weiss er nicht, dass im Februar eine grünliberale Motion für Zielvorgaben im Kader erheblich erklärt wurde? Das differenzierte, neue Instrument ist griffig und versteht die Erhöhung des Frauenanteils als Prozess.

Es ist ein biologischer Fakt: Nur mit der Wahl einer Frau in den Winterthurer Stadtrat bleibt der Frauenanteil in der Regierung angemessen. Annetta Steiner ist erfahren, kompetent und umsetzungsstark. Wir empfehlen sie gerne zur Wahl.

Der Leserbrief bezieht sich auf einen Artikel im Tagesanzeiger vom 19.06.19 „Jetzt duellieren sich SP und GLP“.